grob, oder fein, oder beides?

Industriefotografie darf genau zwei Sachen nicht. Zum Einen: Rein dokumentarisch zu fotografieren, denn das wird in kein gutes Bild. Es zeigt die Dinge wie sie sind und in der Regel sind die Dinge eben nicht schön. Maschinen sind von Sicherheitskäfigen eingebaut, Materialbearbeitung findet hinter verschmutzten Sehschlitzen statt, in eine Lackiererei kann ich nicht einfach mit meiner empfindlichen Kamera reinmarschieren, und, und und...  Einfach "draufhalten" bringt hier garnichts - außer ziemlich miese Bilder. Zum Anderen: Zu sehr zu ästhetisieren - vielleicht sogar eine Produktion nur zu faken - damit auch ja alles super und clean aussieht. Eine Produktionsstraße ist nunmal kein Designbüro! Auch wenn wir in der Werbung ständig kleine Lügen produzieren - man sollte das nicht tun bis sich die Balken biegen. Die Lösung ist eine gute Organisation, sowie das volle fotografische Repertoire auszuschöpfen. Der Kunde muss mitspielen. Putzen, aufräumen, umstellen, flexibel sein, Prozesse anhalten oder wiederholen. Der Rest ist meine Phantasie und mein Können. Dazu muss ich frei im Kopf sein und auch spontan genug, völlig andere Lösungen zu sehen als die vielleicht ursprünglich geplanten. Oft liegt die Lösung in der richtigen Perspektive, oder in der Brennweite die ich evtl. ewig nicht mehr benutzt habe, hier aber goldrichtig ist. Szenen verdichten oder reduzieren, Schärfeverläufe, Vordergründe die ich suche, um unschöne Flächen zu überdecken. Die volle Bandbreite. Zugegeben - es funktioniert auch nicht immer. Aber es funktioniert erstaunlich oft erstaunlich gut. So bringe ich den groben Industrielook mit einer feinen fotografischen Ästhetik zusammen.


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Felix Schindele | Fotograf

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